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Linzbauer, Codex sanitario-medicinalis Hungariae, Mantissa: Maria Theresa's letters of 8 and 9 February 1755 and the protocol of 17 March 1755

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German
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vol. 1 (Buda, 1852 to 1856), Mantissa, printed pp. 722 to 725 (views 758 to 761 in the Hungaricana viewer)
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5 October 2026

Franz Xaver Linzbauer printed these papers under the heading “II. Casus in Silesia” in the appendix of his collection of Hungarian health law. Item 1 gives two orders of Maria Theresa about the Hermersdorf case, then the result of the inquiry as the Directorium in Publicis et Cameralibus in Vienna recorded it on 17 March 1755. Linzbauer prints the protocol only in extracts; his ellipses are kept below. The pages we saw carry no archive reference for any of it.

II. Casus in Silesia.

  1. Altissimae Caesareo-Regiae Ordinationes - in sequelam insinuatorum Wampyrismi in Silesia casuum.

A) An den Obersten Kanzler Grafen v. Haugvitz: „Er soll bey van Swieten sich anfragen umb einen Chirurgum.“ „Wann Er diese abergläubige … (Menschen) könnte überzeigen von der Wahrheit, - thätte Er dem Publico einen grossen Dienst.“ „Ihme (dem Chirurgo) dieten-Gelder mitgeben.“ Wien den 8. Feber 1755. Maria Theresia.

B) An die bömisch-schlesische Repräsentation und Kammer. Maria Theresia etc. Aus dem von Unserem obersten Kanzler an dich Präsidenten gestern erlassenen Schreiben, bist du bereits verständigt worden, welchergestalten Wir von dem zu Hermersdorf vorgekommenen Vorfall der sogenannten Wampier oder Blutsauger auf das Genaueste benachrichtiget sein wollen.

Zu dem Ende Wir, um die eigentliche Beschaffenheit zu erforschen den Anatomum Johannes Gosser, dann den Feld-Medicum Christian Vabst dahin abschicken, welche nicht nur allein die ausgegrabenen Körper besichtigen, sondern alle Umstände, die dabei in Obacht genommen werden können, wohl untersuchen, mithin ein solches Visum et repertum einnehmen, auch sonsten alles vorkehren sollen, wodurch die Naturkundige im Stand gesetzet werden: die wahre Bewandtnus zu beurtheilen und solche der Welt zu erkennen zu geben.

Ihr werdet demnach Eueres Orts gleich bey derselben Ankunft bedacht sein, dem Landesältesten nachdrücklich anzubefehlen: dass er sich mit Ihnen ohne Verschub ad locum verfüge. Einfolglich nach Erfordernuss sowohl assistendo als protegendo in allweg an Hand stehn und selbe sicher stelle. - Hiernächst aber wird er Landesälteste mit Zuziehung und im Beysein beeder vorbenannten Commissarii mittels eines ordentlich darüber führenden Protocolli, welches von allen gefertigter in originali anhero einzusenden ist, alles Fleisses untersuchen und auf den wahren Grund zu gelangen trachten: wen, auf was Art und Weis, seit wann und zu was Zeit, auch wie oft diese sogenannte Wampier oder Blutsauger andere, und zwar benanntlich beunruhiget und in was Gestalt sich solche sehen lassen haben, folgbar, wie und warum sowohl denen geplagten als anderen Leuten im Ort ein solches glaubwürdig geschienen? Zumahl Wir von ein und andern so ausführlich als verlässlich fördersamst informirt sein wollen. Wien den 9. Februar 1755. - Maria Theresia m. p.

Resultatum peractae hujus demandatae inquisitionis - sequentem genuit altissimo Loco praestitam Relationem / quae de puncto ad punctum ratihabita fuerat:

/ Protocollum Directorii in Publicis et Cameralibus. Viennae ddto 17. Martii 1755.

Bericht über die in Angelegenheit der angeblichen Wampiers in Hermersdorf (Schlesien) durch die delegirte Hofcommission vorgegangene Untersuchung. „Der ganze Hergang der Sache ist ärgerlich … … … … …“ Votum: „Dieser nunmehro durch die fürgeweste Untersuchungs-Commission vollständig eruirte Hergang der Sachen ist sowohl an Seiten des Geistlichen als weltlichen Gerichts nichts anders, als ein aus verderbter Einbildungskraft, und sträflichen Vorurtheilen herrührender Zusammenhang abscheulicher Superstitionen, und unverantwortlicher Illegalitäten.“

„Man betrachte entweder die bey diesem Verfahren zum Grund genommenen Indicia, woraus die denen verstorbenen angeschuldete angebliche Magia Posthuma gefolgeret, und wessentwegen ihre entseelte Cörper sofort von dem geistlichen Gericht der weiteren Ruhe auf einem geweihten Orth für unwürdig erkennet, dann von dem weltlichen Gericht zum Feuer verdammet worden, oder auch die Art und Weis des mit diesen Cörpern vorgenommenen Verfahrens, so veroffenbaret sich ein- als andererseits eine grobe Unwissenheit, und ein um so sträflicheres Unternehmen, je mehrere Aergernuss dadurch dem einfältigen Bauren-Volk gegeben, und von der Geistlichkeit …, welcher … nach denen Pflichten ihres Berufs … . diesen eingewurzelten Wahnwitz auszurotten obgelegen wäre, die gesunde Vernunft und die Grund-Feste der Religion bestritten werden.“

„Den Ungrund deren ersteren, welche in der Unverwesenheit deren Leibern, und Biegsamkeit deren Gliedmassen, dann Beängst- und Beunruhigungen deren Lebenden bestehen sollen, hat der Leib- und Proto-Medicus Freyherr van Swieten in seiner darüber verfassten … . . Deduction standhaft dargethan, und mit unwiderleglichen Beweisthumen gezeiget, dass die Erhaltung deren Cörperen von der Verweesung auch unter der Erden durch mehr oder weniger Zeit aus ganz natürlichen und zufälligen Ursachen, als da seynd: die Umstände der Krankheit, die Hitze, oder Kälte der Luft, die Beschaffenheit des Erdbodens, und dergleichen mehrere, herrühren könne, mithin hieraus, dass bey denen exhumirten, und verbrennten 19 Körperen noch einige unverfaulte und biegsame Theile wahrzunehmen gewesen, mit so wenigeren Bestand ein Indicium des Vampirismi habe gefolgeret werden mögen, als auch bey jener für unverdächtig gehaltenen und noch von denen anderen zur Erde bestatteten zu diesem Ende geflissentlichen exhumirten Körperen von denen Commissariis Wabst und Gasser einige unverfaulte Theile, und sogar in deren einem etwas weniges Blut befunden worden. Dahingegen die in denen Aussagen deren eydlich abgehörten Leuthen hervorkommende nächtliche Beängst- und Beunruhigungen in nichts anderen, als einem vermeyntlichen Drucken, und eitlen Träumen bestehen, deren Ursprung theils der durch tägliche Anhörung deren Erzählungen, eingenommenen Einbildungskraft, und der Wirkung der daraus entstehenden gräulichen Furcht, theils deren von Brustkrankheiten, mit welchen viele deren vorgeblich gedruckten Personen nach dem von denen zweyen Commissariis veranlassten Untersuchung behaftet wären, verursachten Aengstigkeiten beyzumessen seye; aus deme allen gänzlich erhellet, wie falsch, und betrüglich die vermeyntliche Indicia der Magiae Posthumae seynd, dasjenige zu geschweigen, was in denen Inquisitions-Actis von einer gewissen Marianna Saligerin, oder sogenannten Richter Wenzlin, welche 18 Wochen vor deme begraben, und für die Ursache alles Uebels gehalten worden, vorgegeben wird, massen die ihr angeschuldete Superstitiones mit nichten erwiesen, und also vermöge Rechten nicht ein Indicium ad inquirendum, folglich um so weniger eine rechtsbeständige Probe ad condemnandum abgeben können. Nun aber auf die Art und Weis dieses grausamen und abscheulichen Verfahrens zu gelangen, … . so ist doch das Verbrechen der Zauberey, wobey es auf keinem Irrthum in Glaubenssachen, sondern auf einen Bund mit dem bösen Feind ankommet, kein solches Crimen, dessen Untersuchung denen Consistoriis unter-“

[Page 724. The page opens with the end of this sentence and a short argument that, under the Josephina criminal code, sorcery belongs to the secular courts. We have not transcribed those lines.]

„Am allermeisten aber ist zu bewundern … das ganze Verfahren, wobey so viel abergläubische Dinge: Als der Gebrauch einer zur Incision deren Körpern eigends neu verfertigten Riz-Hacken; die Oeffnung eines Lochs durch die Mauer des Freydhofs, wordurch die Körper herausgetragen worden, der Zwang und Anhaltung deren eigenen Kindern und Freunden zu deren Herausschleppung; dann die Verbrennung der Todten-Bahr, Leichen-Tuchs, Erde aus denen Gräbern, dann deren Stricken und Creutzen, und dergleichen ärgerliche Superstitiones mehr unterloffen, dass sich dadurch … der obrigkeitliche Gerichts-Verwalter weit mehr Verdacht eines sträflichen Aberglaubens, und zauberischen Handlungen, als die entseelten Cörper deren Jenigen, welchen man bey ihren Lebzeiten nicht das Geringste zu Last legen können, zugezogen, und ex hoc capite mit weit stärkeren Grund als Jene, welche sie unschuldiger Weis zum Feuer verdammet, sich strafmässig gemacht haben.“

„Der Freyherr van Swieten schlüsset demnach in seiner Deduction ganz recht, dass dieser Fürgang nicht anderst, als für ein offenbares Sacrilegium und Verletzung deren Gräbern anzusehen, und dergleichen Missbräuchen Einhalt zu thuen ohnumgänglich nothwendig seye.“

„Gleichwie aber diesen Unfug für das Künftige durch das Generale vom 1. Martii dieses Jahrs †) alschon abhelfliche Maas verschaffet worden; also beruhet es nur an deme, wie in gegenwärtigen Vorfall sowohl das strafmässige Vergehen wider die hieran schuldige Personen zu ahnden, als auch wie das in dortigen Gegend von diesem Aberglauben so sehr eingenommene Volk von solchen Vorurtheilen ab, und auf den rechten Weg zu bringen seye?“

„(Es) hat der Wahnwitz und Aberglauben den dortigen Dorfs-Leuthen schon so weit überhand genommen, dass nicht allein die Breithensdorfer Gemeinde sich von dem mit denen Hermersdorferen gemeinschaftliche Begräbnuss-Orth abzusonderen angesuchet, sondern sich auch die Kranke, und schwangere Weiber von dorten mit gröster Lebens-Gefahr hinweg tragen lassen, um nicht mit der Magia posthuma angesteckt zu werden, und sonach ein gleiches Schicksal mit denen verbrannten Körpern zu erfahren.“

„Es wäre dahero nicht allein so ein als anderes ernstlich zu untersagen, sondern auch dem Landesältesten, dass er hierob die sorgsamste Obsicht tragen, und jene, welche sich dem Verboth nicht fügen wollten, zur behörigen Bestrafung anzeigen solle, nachdrucksamst einzubinden.“

„Nachdeme jedoch dem so tief eingewurzelten Wahn andurch nicht ab-

†) „… . . wird verordnet, dass künftighin alle dergleichen Sachen von der Geistlichkeit ohne Beitretung des Politici nicht vorgenommen, sondern allemal, wenn ein solcher Fall eines Gespenstes, Hexerei, Schatzgräberei, oder eines angeblichen vom Teufel Besessenen vorkommen sollte, derselbe der politischen Behörde sofort angezeiget, mithin von dieser mit Beyziehung eines vernünftigen Physicus die Sache untersuchet und eingesehen werden soll: ob, und was für Betrug darunter verborgen, und wie sodann die Betrüger zu bestrafen wären.“

[Page 725.]

„geholfen wird, sondern ausgiebigere Mitteln erforderet werden, welche sowohl die Leuthe in dem wahren Begriff ihres bisherigen Irrthums zu setzen, und die eingebildete Forcht auszurotten, als auch ihnen zu ihren vorigen durch derley förchterliche Vorbildungen nach der Relation deren Commissarien merklich geschwächten Gesundheitsstand zu verhelfen vermögend wären.“

„So könnten zu solchem Ende einerseits aus dem Troppauer Jesuiter ter [sic] Collegio ein oder zwey geschickte dem Werck gewachsene Geistliche um die Leuthe mittelst geistreichen Vorstellungen von ihrem Irrthum alles möglichsten Fleisses abzuleiten, und mit der Auflage sich alldort nach erheischender Nothdurfft durch vier oder sechs Wochen aufzuhalten, mittelst der schlesischen Repräsentation dahin beordert, und ihnen zur besserer Ueberlegung des Irrwahns die Freyh. van Swieten’sche Deduction zugestellet, nicht minder dem Cardinalen um ihnen alle nöthige Assistenz und Vorschub zu leisten, wie auch durch die dortige Seelsorger dem Volck die Abscheüligkeit dieses Irrwahns gründlich vorstellen, und dasselbe in denen wahren principiis der gesunden Vernunft und Religion unterrichten zu lassen, bedeutet werden; andererseits aber wäre der k. schlesischen Repräsentation anzubefehlen, nicht nur denen dahin beorderten Missionarien in ihren geistlichen Verrichtungen ihres Orts beförderlich, sondern auch dahin auf das schleunigste Bedacht zu seyn, damit der dortige Landes-Physicus dahin abgeschicket, und denen Kranken Leuthen mit denen nöthigen Medicamentis beygesprungen werde, wovon sie den Erfolg nebst dem Fortgang deren Missionen seiner Zeit anhero anzuzeigen hätte; vornächst sowohl der schlesischen Repräsentation jenes, was in Sachen an den Cardinal-Bischoffen erlassen wird, als der mährischen dieses, was an vorige beyde ergehet, zur Nachricht beygeschlossen, die so gründlich gefasste Br. van Swieten’sche Deduction [mark] aber, um die Welt von ihren Irrthum zu überzeugen, und die Leuthe in bessere der gesunden Vernunft gemässe Begriffe von der Sache zu setzen, nach derselben vorläufiger Transferirung in das Latein, in Teutscher und Lateinischer Sprache zum Druck aufgeleget werden könnte.“ - „placet“ - Maria Theresia m. p.

Translation

Appendix, part II: the case in Silesia. 1. The empress’s orders on the reported cases of vampirism in Silesia.

A) To the Supreme Chancellor, Count Haugwitz. “He is to ask van Swieten about a surgeon.” “If he could convince these superstitious [people] of the truth, he would do the public a great service.” “Give him (the surgeon) travel money.” Vienna, 8 February 1755. Maria Theresa.

B) To the Bohemian-Silesian Representation and Chamber. Maria Theresa, etc. From the letter our Supreme Chancellor sent to you, the president, yesterday, you already know that we want to be informed as exactly as possible about the incident of the so-called vampires or bloodsuckers that has occurred at Hermersdorf.

To that end, to find out how things really stand, we are sending there the anatomist Johannes Gosser and the field physician Christian Vabst. They are not only to look at the exhumed bodies but to investigate carefully every circumstance that can be observed, and so to draw up a visum et repertum (a report of what was seen and found), and to do whatever else is needed so that the experts can judge the true state of affairs and make it known to the world.

On their arrival you are to see to it that the Landesältester (provincial elder) is firmly ordered to go to the place with them without delay, to assist and protect them in every way as needed, and to keep them safe. Next, the Landesältester, with the two named commissioners present and taking part, is to investigate with all diligence, by means of a proper protocol signed by all and sent here in the original, and to get to the true bottom of it: whom these so-called vampires or bloodsuckers have troubled, and how, since when, at what time and how often, and in what shape they have shown themselves, and so how and why this seemed believable both to the afflicted and to other people in the place. We want to be informed about each of these points as fully and reliably as possible and as soon as possible. Vienna, 9 February 1755. Maria Theresa, by her own hand.

Result of the inquiry ordered here. It produced the following report, made to the highest place, which was approved point by point.

Protocol of the Directorium in Publicis et Cameralibus (the central office for civil and finance affairs), Vienna, 17 March 1755. Report on the investigation carried out by the delegated court commission into the alleged vampires at Hermersdorf (Silesia). “The whole course of events is scandalous … .”

Vote. “Now that the investigating commission has established the whole course of events, on the part of the church court as of the secular court it is nothing but a chain of abominable superstitions and unjustifiable illegalities, springing from a corrupted imagination and culpable prejudice.”

“Consider the grounds on which the proceedings were based, from which the so-called posthumous magic charged against the dead was inferred, and for which their lifeless bodies were at once judged by the church court unworthy of further rest in consecrated ground and then condemned to the fire by the secular court. Or consider the way the bodies were treated. Either way it shows gross ignorance on the one hand, and a conduct all the more punishable the more scandal it gave to the simple peasants. And the clergy … whose duty it would have been to root out this deep-seated folly … have instead worked against sound reason and the foundations of religion.”

“That the first of these signs, which are said to be the undecayed state of the bodies, the flexibility of their limbs, and the fear and unrest of the living, are groundless, Baron van Swieten, the physician-in-ordinary and chief physician, has firmly shown in his treatise on the subject … . . and proved beyond refutation, showing that bodies can stay free of decay even underground for a longer or shorter time from entirely natural and accidental causes: the circumstances of the illness, the heat or cold of the air, the nature of the soil, and the like. So the fact that some undecayed and flexible parts were seen in the 19 exhumed and burned bodies could count even less as a sign of vampirism, since the commissioners Wabst and Gasser also found some undecayed parts, and in one of them a little blood, in bodies that had been held innocent, had been buried with the others, and were deliberately exhumed for this purpose. As for the night-time frights and disturbances in the sworn witnesses’ statements, they amount to nothing but an imagined pressing and idle dreams. They come partly from imaginations filled by hearing stories day after day, and from the dread that follows; partly from the anguish caused by chest complaints, which many of the supposedly pressed persons suffered from, according to the examination the two commissioners ordered. From all this it is entirely clear how false and deceptive the supposed signs of posthumous magic are, not to speak of what the investigation files allege about one Marianna Saligerin, called Richter Wenzlin, who was buried 18 weeks before and was held to be the cause of all the trouble: the superstitions charged to her are by no means proved, and so by law they cannot be grounds even for an inquiry, still less a sound proof for a conviction. As for the manner of this cruel and abominable procedure, … . the crime of sorcery, which turns not on an error in matters of faith but on a pact with the evil enemy, is not a crime whose investigation falls to the consistories [church courts]” [the sentence continues on p. 724].

“Most astonishing of all … is the whole procedure, in which so many superstitious things took place: a specially made new scratching-hook for cutting the bodies; a hole opened through the churchyard wall to carry the bodies out; the compulsion and detention of the dead people’s own children and friends to drag them out; then the burning of the bier, the shroud, the earth from the graves, and the ropes and crosses, and more such scandalous superstitions. By these the manor’s court administrator has drawn far more suspicion of punishable superstition and sorcery on himself than the lifeless bodies of those against whom nothing the least bit damaging was known in their lifetime, and on this count he has made himself liable to punishment on much stronger grounds than those he wrongly condemned to the fire.”

“Baron van Swieten therefore concludes quite rightly in his treatise that this proceeding is to be regarded as nothing other than open sacrilege and violation of graves, and that it is absolutely necessary to stop such abuses.”

“The general order of 1 March of this year [footnote] has already provided a remedy against this mischief for the future. What remains is how to punish the guilty persons in the present case, and how to bring the people of that region, so taken in by this superstition, away from such prejudices and onto the right path.”

“Delusion and superstition have already so far taken hold of the village people there that not only has the community of Breithensdorf asked to separate itself from the burial ground it shares with the Hermersdorfers, but the sick and pregnant women there have themselves carried away at great risk to their lives, so as not to be infected with posthumous magic and so suffer the same fate as the burned bodies.”

“It would therefore be necessary to forbid both firmly, and to order the Landesältester most emphatically to keep a close watch on it and to report for proper punishment those who will not obey the ban.”

“But since so deep-rooted a delusion is not cured by this alone, and stronger means are needed, which can set the people right about their former error and root out their imagined fear, and also help them back to the health that these frightful notions, according to the commissioners’ report, have markedly weakened: one or two capable clergymen, equal to the task, could be sent from the Jesuit college at Troppau, through the Silesian Representation, to talk the people out of their error with every possible effort, and to stay there for four or six weeks as needed; the Baron van Swieten’s treatise would be given them to help them think the delusion over. The cardinal would likewise be informed, so that he gives them all necessary help, and so that the local pastors also explain the abomination of this delusion thoroughly to the people and teach them the true principles of sound reason and religion. On the other hand the royal Silesian Representation would be told not only to support the missionaries in their religious work on the spot, but also to see as quickly as possible that the local provincial physician is sent there and the sick are helped with the necessary medicines, and to report in due course on the result and on how the missions are going. It would send the Silesian Representation a copy of what is issued to the cardinal-bishop, and the Moravian one a copy of what goes to the other two. As for Baron van Swieten’s thoroughly argued treatise, it could be put to print in German and Latin, after it has first been translated into Latin, to convince the world of its error and give people better ideas of the matter, in line with sound reason.” “Placet” (it pleases me). Maria Theresa, by her own hand.

[Footnote † to the general order, which Linzbauer prints as an extract:] ”… . . it is ordered that in future the clergy may not take up any such matters without the participation of the political authority, but that whenever a case of a ghost, witchcraft, treasure-digging or an alleged possession by the devil comes up, it is to be reported at once to the political authority, which, with the help of a sensible physician, is to look into it and find out whether and what fraud lies hidden in it, and how the frauds are then to be punished.”

Notes

Cited in